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Unsicherheit ist unsere grösste Angst

Pinar Akan, 28, kommt aus der Türkei. Sie ist im November 2017 mit ihrem Mann in die Schweiz gekommen und hat Ausweis N. Pinar war 2018 in der ersten Mazay Klasse und ist nun Teil des Projektteams.


Pinar mit Mazay am GP von Bern.


Unsicherheit ist wahrscheinlich die grossen Herausforderung im Leben eines Menschen. Du wirst geboren, wächst auf und machst vielen Pläne für deine Zukunft und du lebst dafür. Aber mit dem geringsten Zwischenfall in deinem Leben wirst du feststellen, dass dein Leben nicht wie geplant verläuft. In einem Moment gerät alles in deinem Leben in einen Kreislauf der Unsicherheit und du verlierst langsam die Hoffnung.


In der Schweiz haben die Flüchtlingen dieses Problem; Unsicherheit und warten. Ich denke, dass das Flüchtlingsleben in drei Phasen stattfindet:


In der ersten Phasen: Menschen, die aus irgendeinem Grund aus ihrem Land geflohen sind, sind aufgeregt wie jemand, dem ein neues Leben geschenkt wird. Sie haben grossen Hoffnung und sie glauben, dass ein neuer Anfang viel besser sein wird. Zunächst versuchen sie, mit der Gesellschaft Kontakt kommen, und beginnen, die Kultur dieser Gesellschaft zu übernehmen. Das ist sehr wichtig, sie beginnen Deutsch zu lernen. Manchmal haben sie Angst wegen des schlechten Kritische Blicke der Leute im Verkehrsmittel. Aber das erschreckt sie nicht, weil sie grossen Pläne für das Leben haben. Sie glauben, dass am Ende alles sehr schön wird. Sie streben diese Ziele, diese Hoffnung zu erreichen.


In der zweite Phasen ist alles noch besser. Sie erreichen ein bestimmtes Niveau und werden sie hälfte Schweizer, weil sie die Schweiz zu kennen anfangen, sie ist mit anderen Leuten kontakt. Aber sie haben immer noch keine Identität. Genau hier setzen die Probleme an.


Die dritte Phasen ist die schwierigste, weil die mit grosser Verzweiflung beginnt. Vielleicht gibst du dir Bestes, aber die Unsicherheit wird dich aufgeben. Du verlierst deine Hoffnungen für dieses Land. Du möchtest arbeiten, einen Deutschkurs gehen aber du darfst nicht. Alles wirst die eine Identitätsbarriere geben. Vielleicht solltest du Heilmittel mit Alkohol und Drogen versuchen, bis die Unsicherheit endet…


Leider ist die Unsicherheit und das Gefühl des Wartens die grösste Angst der Flüchtlinge. Natürlich gibt es Flüchtlinge, die ihre Träume erreichen, ohne diese Phasen zu erleben. Dies sind die Emotionen, die ich von Menschen beobachte und erlebe. Aber ich gehöre zu den Leuten, die glauben, dass alles in Ordnung sein wird, weil ich weiss, dass es Hoffnung gibt, wenn es Leben gibt.


Fighting :)



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