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"Ramadan erinnert uns daran, auf Andere zu achten"

Viele Mazay-Mitglieder machen im Moment Ramadan. Mohammed erklärt, was ihm dieser Monat bedeutet.


Bild von Rodnae Productions von Pexels.

Es ist der neunte Monat des muslimischen Kalenders und wir Muslime machen Ramadan. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang essen und trinken wir nichts. Das ist eine Tradition, die für uns von grosser Bedeutung ist. Meine Mutter hat mir viel über die Bedeutung des Ramadans beigebracht. Und meine Grossmutter hatte es ihr beigebracht. Jede Generation gibt diese Tradition weiter.


Ich bin dieses Jahr nicht konsequent. Ich faste an ungefähr der Hälfte der Tage. Hier in Europa ist Ramadan schwieriger, weil die Tage länger sind als in Afghanistan, ich glaube drei oder vier Stunden. Ich hatte in dieser Zeit noch mehrere Schnupperlehren. Am Anfang nahm ich mir vor, trotzdem Ramadan zu machen, aber am Abend fühlte ich mich jeweils sehr schlecht. Wenn du glaubst, dass der Ramadan deinem Körper schaden, dann musst du nicht fasten, heisst es. Nur wenn du gesund und fähig dazu bist, solltest du fasten.


Der Ramadan ist ein Monat des Glaubens, in dem wir näher zu Gott finden. Wir beten viel und haben spezielle Gebete. Es ist auch der Monat, in dem Muslime bestimmte Aktivitäten vermeiden und so lernen, ihr Verhalten zu kontrollieren. Als Kinder versuchten wir immer, unser bestes zu geben, wir versuchten zum Beispiel, nie zu lügen. Meine Familie lud auch oft Nachbarn und Freunde ein, um abends mit ihnen zusammen zu essen. Wenn man Anderen etwas geben kann, hat man die höchste Position bei Gott.


Während dem Ramadan lernen wir alle, was es bedeutet, arm zu sein und kein Essen zu haben. So viele Menschen haben nichts zu essen - das ist eine Tatsache. Zu fasten erinnert uns daran, dass wir zu ärmeren Leuten schauen müssen. Darum teilen wir unser Essen, das wir am Abend zu uns nehmen. In Afghanistan hat meine Mutter immer viel gekocht. Sie hat mir einen Teller gegeben und mir gesagt, ich solle ihn unseren Nachbarn, die nicht so viel hatten, bringen. Wir haben ihnen Mahlzeiten, Früchte und Brot gebracht.


Hier in der Schweiz ist der Ramadan besonders herausfordernd für mich. In Afghanistan war der Monat ein gemeinsames Erlebnis. Zuhause waren wir am Abend zusammen und hatten Gesellschaft. Hier fühle ich mich, als müsste ich Ramadan alleine machen.


Der Ramadan ist für uns Muslime eine Herausforderung, schlechtes Verhalten zu vermeiden und Gutes zu tun.


Der Text von Mohammed wurde von Laien übersetzt und kann daher Ungenauigkeiten enthalten.

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